Über die Neulingschule

Zum Gesamtkomplex gehören der zweistöckige Altbau mit je zwei Klassenräumen auf jeder Etage, einem Lehrmittelraum sowie der Hausmeisterwohnung im Dachgeschoss. Im "Neubau" sind ebenfalls vier Klassenräume untergebracht, außerdem das Lehrer- und Rektorzimmer/Sekretariat im unteren und ein Computer-Raum im oberen Stockwerk.

Im Untergeschoss befinden sich die Räume für unsere OGS und die Schulküche.

Darüber hinaus haben wir eine Aula, die als Musik- oder Medienraum genutzt wird und über eine Bühne verfügt, so dass sie für größere Feiern und Schülertheater genutzt werden kann.

Leider verfügt die Neulingschule über keine eigene Turnhalle, sondern nutzt die Turnhalle der Berufsschule Karl-Friedrich-Straße. Der Schwimmunterricht für die ersten beiden Jahrgänge findet in den Lehrschwimmbecken der Natorpschule und der Brantropstraße statt, die Jahrgänge 3 und 4 fahren in das Unibad Querenburg.

In den letzten Jahren hatten wir zusammen mit Eltern ein Konzept für eine erweiterte Schulhofgestaltung erarbeitet, das inzwischen weitgehend umgesetzt ist. So befinden sich auf dem Schulhof neben einer Tischtennisplatte, einem Tor und vielen aufgemalten Hüpfkästchen jetzt auch zwei Sechseckspielgerät, ein Dreistufenreck, ein Balancierbarren sowie Baumstämme als Sitzgelegenheiten in Ruhezonen.

Seit 2008 wird das Regenwasser nicht mehr in die Kanalisation geleitet, sondern versickert hinter dem Schulgebäude. Dazu wird das Wasser über Kanäle un Kaskaden nach hinten geleitet. Am Eindrucksvollsten ist dabei der Wasserfall, der vom Eingangsbereich sichtbar ist. Bei diesen Arbeiten enstand auch das grüne Klassenzimmer.



Die Neulingschule liegt in unmittelbarer Nähe zum Weitmarer Holz. Unterrichtsgänge zum Tiergehege bzw. Wald-Erkundungsgänge oder ein Spielplatzbesuch sind Bestandteil des Schulprogramms und werden regelmäßig und begeistert durchgeführt.

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Einzugsgebiete

Zum Einzugsbereich der Neulingschule gehören die Bereiche westlich bis zur Hattinger Straße, östlich bis zum Dertmannsfeld, südlich der Bereich Otterkuhle/Stemmannsfeld und die Blankensteiner-Straße bis zum Ortsteil Sundern.

Von Sundern aus fahren die Kinder mit dem Schulbus. Die Bushaltestellen liegen unmittelbar vor der Schule.

Der Einsatzwagen für die Rückfahrt nach Sundern fährt um 11:40 Uhr (Ende 4. Stunde) und 12:35 Uhr (Ende 5. Stunde). Ansonsten benutzen die Kinder den Linienbus nach dem regulären Fahrplan.

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Aus der Chronik

In der Zeit um 1880 entwickelte sich Weitmar zu einer aufstrebenden Industriegemeinde. Im Laufe des Jahrhunderts florierte der Bergbau, bedingt durch den Ausbau der Generalstollen von Stiepel bis Steele im Jahre 1817. Weitmar wurde als "Sonnensitz ohne Gleichen für das Steinkohlewesen" bezeichnet. Etwa zehn Jahre später hatte sich die Bevölkerung, bedingt durch die Entwicklung des Bergbaus, nahezu verdoppelt. Damit stieg die Zahl der schulpflichtigen Kinder. Die Kinder besuchten beispielsweise die Schule in Eppendorf am Thyplatz.

Allerdings wurde die Schulpflicht, insbesondere in den Sommermonaten, nicht allzu ernst genommen. Hierfür gab es eine Reihe von Gründen, beispielsweise der lange Schulweg.
Die wachsende Bevölkerungszahl machte die Notwendigkeit deutlich, eine neue Schule zu gründen. Die Bemühungen der katholischen Einwohner Weitmars, sich von der simultanen Schule zu trennen, haben schließlich bewirkt, dass in Weitmar eine eigenständige Schule entstand. 1847 konnte ein neues Schulhaus in der Franziskusstraße bezogen werden.
Die evangelischen Schüler mussten allerdings den 4 km weiten Weg nach Eppendorf weiterhin auf sich nehmen.

Die Weitmarer Bürger setzten sich aber recht zäh für eine neue evangelische Schule ein, die schließlich in der Nähe des Weitmarer Bahnhofs gebaut wurde.
Im Jahre 1881 brannte diese Schule bis auf die Grundmauern nieder. Ursache: Brandstiftung. Die Feuerversicherung kam für den Schaden auf, so dass die Schule schnell wieder aufgebaut werden konnte.

Auf Grund des wirtschaftlichen Aufschwungs und der eingesetzten Bevölkerungsexplosion stiegen die Schülerzahlen rapide an. Das Schulgebäude wurde nunmehr zu klein. Die Errichtung eines neuen Schulgebäudes auf dem Gelände der Karl-Friedrich-Straße erfolgte.
Sie wurde achtklassig geführt und nahm alle evangelischen Kinder auf. Auf dem gleichen Gelände wurde gegen Ende des Jahrhunderts eine ebenfalls achtklassige katholische Schule errichtet.

Als diese Gebäude wiederum zu klein wurden, wurde eine weitere katholische Schule gebaut. Im Jahre 1909 wurde auf dem Gelände Neulingstraße 15 die katholische Schule Aloysius gebaut, womit endlich der Ausgangpunkt für die Darstellung der Geschichte der heutigen Neulingschule erreicht ist.



Über die Phase der Schulgeschichte bis 1945 weiß man eigentlich recht wenig. Bekannt ist, dass die Baugenehmigung dieser damals "vierklassigen katholischen Volksschule an der Neulingstraße" vom 17. März 1909 datiert ist. Die Schule hieß von Anfang an "Aloysiusschule".

Nach dem Krieg wurde die Aloysiusschule im Jahre 1945 als Mädchenschule wieder eröffnet. Eine zweite große Bevölkerungswelle, durch Zuzug ins Ruhrgebiet bedingt, stellte ein Raumproblem dar. In der Aloysiusschule wurden nun katholische und evangelische Kinder getrennt unterrichtet.

Am 23.8.1946 wurde die katholische und evangelische Volksschule Neulingstr. 15 eröffnet. Sie war lediglich mit vier Klassen ausgestattet. Eine rege kulturelle, schulische Aktivität wird ihr nachgesagt.

Seit 1956 stand fest, dass in Weitmar-Mark ein neues Schulgebäude errichtet werden sollte. Es wurde ein Erweiterungsanbau an das alte Gebäude beschlossen. Am 18.9.1959 wurde der Anbau in einem feierlichen Akt der Schulgemeinde übergeben.
In den 60er Jahren häuften sich alarmierende Nachrichten von Bergschäden in Weitmar im Bereich der Neuling-, Holting- und Natorpstraße. Die am 11.12.1964 angeordnete Schließung der Schule erfolgte dennoch für alle überraschend. Grund war die Furcht vor dem Reißen eines Druckwasserrohres. Die Kinder gingen jetzt vorübergehend zur Gemeinschaftsgrundschule Natorpstraße 51.

Mitte 1966 stellte sich heraus, dass das alte Gebäude doch renoviert werden konnte. Der 60 cm große Niveauunterschied zwischen den beiden Trakten, jenem aus dem Jahre 1909 und dem 1959 errichteten, wurde durch ein "langgezogenes Gefälle" ausgeglichen. Am 1.4.1968 bezog wieder ein Hausmeisterpaar die obere Wohnung.

Der Umzug in die völlig neu renovierte Schule erfolgte nach den Sommerferien 1968. Mit der Trennung der bisherigen Volksschulen in Grund- und Hauptschulen wurde unsere Schule auf die ersten vier Jahrgänge reduziert. Gleichzeitig ordnete das Schulamt Bochum die Kinder aus Sundern der Neulingschule zu.

Ab 27.6.1968 heißt es nun "Gemeinschaftsgrundschule Neulingstraße 15".

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